Gähnen macht cool
Gähnen ist nicht nur ein Zeichen von Müdigkeit, es kühlt auch das Gehirn
Das ist das Ergebnis der beiden Forscher Andrew Gallup und Gordon Gallup an der Staatsuniversität von New York in Albany. (Lesen Sie den Artikel unter www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/279751.html).
Gähnen ist ein natürlicher Atemimpuls, der zu Unrecht durch die Etikette unterdrückt wird. Herzhaftes und genüssliches Gähnen ist das A und O einer natürlichen Atem-, Stimm- und Auftrittsschulung. Es bewirkt einen Spannungsausgleich im Körper sowohl bei Unter- als auch bei Überspannung. Damit schaffen Sie die beste Grundlage für eine angenehme Stimme und einen authentischen Auftritt.
Probieren Sie es gleich aus:
- Dehnen und räkeln Sie sich.
- Machen Sie den hinteren Rachenraum weit auf und öffnen Sie dabei den Mund.
- Massieren und dehnen Sie Ihr Kiefergelenk.
- Bewegen Sie Ihren Unterkiefer langsam hin und her, tönen Sie dabei „huuuu“.
Gähnen Sie so lange, bis Sie das Gefühl haben, richtig satt vom Gähnen zu sein. Sie werden merken, dass Sie sich wieder viel frischer fühlen. Das Gehirn hat wieder mehr Sauerstoff. Sie sind konzentrationsfähiger, aufnahmebereiter und tatenfroh. Sie fühlen sich wieder entspannter, was Ihrer Körpersprache und Ihrem Stimmklang zu Gute kommt.
Wenn Sie nun noch ein wenig bei der Achtsamkeit für Ihren Atem verweilen, werden Sie einfach nur gewahr, wie der Atem – Ihr Lebensstrom – Sie innerlich bewegt. Verabschieden Sie sich von der Vorstellung, den Atem holen zu müssen. Luft holen ist ein aktiver und willentlich gesteuerter Vorgang. Sie pumpen Ihre Lungen auf, dabei heben sich die Schultern, was ein Gefühl von Enge und Belastung erzeugt.
Dabei ist Ihr Ziel doch die Entlastung:
- Lassen Sie den Atem kommen ohne nachzuhelfen oder ihn zurückzuhalten,
- lassen Sie ihn gehen bis zum Ende Ihres Ausatems,
- und warten Sie, bis er von selbst wieder kommt, ohne dabei den Atem anzuhalten.
Nehmen Sie die Leichtigkeit des gelassenen Atems wahr. Es kann sein, dass nach einigen leicht genommenen Atemzügen ein unwiderstehliches Bedürfnis nach einem tiefen Atemzug oder Seufzen entsteht. Wenn Sie das nicht willentlich herbeigeführt haben, dann übernimmt Ihr Atem seine selbständige Arbeit. Sie sind wieder verbunden mit Ihrem Lebensstrom und können sich in aller Ruhe Ihren Aufgaben zuwenden.
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